Denkschablone

Austausch über aktuelle Themen der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften

Indien Dossier

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25. Sept. 2012 — Kinder­ar­beit in IndienDer Fre­itag schreibt über das zwar lange bekan­nte, deswe­gen aber nicht weniger drama­tis­che Schick­sal der drei Mil­lio­nen arbei­t­en­den Kinder in Delhi, Indien.

20. Sept. 2012 — Indien steckt in Regierungskrise — Auf­grund des Beschlusses umfassender Refor­men zur Öff­nung heimis­cher Märkte für aus­ländis­ches Kap­i­tal ist die indis­che Regierung in eine schwere Krise gestürzt. Mit dem Tri­namool Kongress hat der größte Part­ner die Regierungskoali­tion ver­lassen. Nun dro­hen vorge­zo­gener Neuwahlen. Pre­mier Man­mo­han Singh hatte entsprechende Refor­men bere­its im ver­gan­genen Jahr durchzuset­zen ver­sucht, musste sie damals aber wegen des großen poli­tis­chen Wider­stands zurückziehen.

10. Sept. 2012 — Kri­tik am Pre­mier wegen anhal­tender Kor­rup­tion -
Die indis­che Mit­telschicht kri­tisiert zunehmend den nach wie vor hohen Reformbe­darf ihres Lan­des. Die Süd­deutsche Zeitung von 10.9. lis­tet gle­ich eine ganze Reihe an Negativ-Entwicklungen auf: das Wirtschaftswach­s­tum hat sich ver­langsamt, die Rupie hat an Wert ver­loren, die man­gel­hafte Infra­struk­tur (beispiel­sweise im Strom­sek­tor, dessen Kapaz­itäten nicht aus­re­ichen, obwohl weite Teile der Bevölkerung nach wie vor keinen Zugang zu Elek­triz­ität haben — erin­nert sei hier an den Stro­maus­fall, der vor kurzem halb Indien lahm legte), dazu die zahlre­ichen Kor­rup­tion­sskan­dale, die in nicht gekan­ntem Aus­maß die zweite Regierungszeit Man­mo­han Singh zu prä­gen scheinen. (Womit ich keines­falls sagen möchte, das vorherige Regierun­gen weniger kor­rupt waren. Möglicher­weise muss man es sogar als pos­i­tive Entwick­lung sehen, dass entsprechende Vorkomm­nisse in solchem Aus­maß an die Öffentlichkeit drin­gen und dort für Skan­dale sor­gen.)
Der aktuell­ste Skan­dal, der laut Süd­deutscher Zeitung in Indien ger­ade zur poli­tis­chen Total­block­ade führt, ist der Vor­wurf, Kohlem­i­nen sollen zur Zeit, als Pre­mier Singh noch Min­is­ter war, von seinem Min­is­terium unter Wert verkauft wor­den sein. Es ist von Min­dere­in­nah­men von bis zu 25 Mrd. Euro die Rede. (Bere­its während der Com­mon­wealth Games drang an die Öffentlichkeit, dass dem Staat beim Verkauf von Mobil­fun­kl­izen­zen durch das Telekommunikations-ministerium bis zu 30 Mrd. Euro ent­gan­gen sind.)

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