Denkschablone

Austausch über aktuelle Themen der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften


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Hintergründe der inner-muslimische Gewalt in Pakistan

Pak­istan lei­det neben der Diskri­m­inierung seiner religiösen Min­der­heiten, den Ahmadiyyas sowie den Chris­ten und Hin­dus, unter einem hohen Maß inner-muslimischer Gewalt.

Pak­istan wurde 1947 als das Land der Mus­lime Südasiens gegrün­det. Allerd­ings ist die mus­lim­is­che Gemein­schaft keineswegs homogen. Zwar stellen die Mus­lime 96,4 Prozent der Bevölkerung, allerd­ings sind davon 85–90 Prozent Sun­niten und 10–15 Prozent Schi­iten. Die Schi­iten und die Sun­niten unter­gliedern sich wiederum in ver­schiedene Rechtsschulen.

Die Gewalt in Pak­istan geht, so der Ein­druck in den west­lichen Medien, beson­ders von den Sun­niten au. Es gibt aber auch Gewalt von Schi­iten gegen Sun­niten. Da es sich dabei aber nicht um spek­takuläre Anschläge han­delt, son­dern eher um gezielte Atten­tate oder “spon­tane” Gewal­texesse gegen Einzelne, schaf­fen es diese Mel­dun­gen so gut wie nie in die deutschen Medien. Weit­er­lesen →


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Auf 3sat laufen in der näch­sten Woche (vom 24.-29.August) viele Sendun­gen über Indien. Beispiel­sweise “Indien und die Liebe” oder aber “Mon­soon Wed­ding” von der fan­tastis­chen Mira Nair.


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Hintergründe der religiös motivierten Gewalt gegen Christen und Hindus in Pakistan

Die Sit­u­a­tion der Chris­ten und Hin­dus in Pak­istan ist etwas besser, als die der Ahmadiyyas. Sie dür­fen zumin­d­est vom Gesetz her ihre Reli­gion frei ausleben, soll­ten dafür aber in den Ihnen zugewiese­nen Gebet­shäusern bleiben.

Nichts desto trotz empfinden sich die Chris­ten in Pak­istan als rechts– und schutzlos.

  • Sie wer­den Opfer willkür­licher Gewalt,
  • Frauen und Kinder wer­den vergewaltigt,
  • ihr Eigen­tum wird geplündert.
  • Manche Richter eröf­fe­nen Gerichtsver­fahren gegen Chris­ten, nur um sich nicht den Zorn der Bevölkerung auszusetzen.
  • Polizis­ten weigern sich, Strafanzeigen von Chris­ten nachzugehen.
  • Auch im All­tag sind Chris­ten diskri­m­iniert, so dür­fen sie beispiel­sweise den Dorf­brun­nen nicht benutzen.

Um die Hin­ter­gründe der Gewalt gegen Hin­dus und Chris­ten zu verse­hen, ist es wichtig zu wis­sen, dass das Kas­ten­we­sen bis heute Ein­fluss auf die Hier­ar­chisierung der Gesellschaft und den Umgang der ver­schiede­nen Bevölkerungss­chichten miteinan­der hat. Ferner herrschen im Pun­jab und im Sindh bis heute feu­dale Struk­turen. Weit­er­lesen →

Amnesty Inter­na­tional hat eine Urgent Action zum besseren Schutz der Ahmadiyyas in Pak­istan ges­tartet. Ferner geht es darum, offizielle pak­istanis­che Stellen zur Unter­suchung der jüng­sten Über­griffe gegen Ahmadis in Pak­istan, bei denen zwei Kleinkinder getötet wur­den, zu bewe­gen. Die Urgent Action von Amnesty kann noch bis zum 10. Sep­tem­ber 2014 unter­stützt wer­den.


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Indien can­celt Gespräche mit Pak­istan um die umstrit­tene Region Kaschmir, nach­dem Pak­istans High Com­mis­sioner Abdul Basit sich mir kaschmirischen Sep­a­ratis­ten getrof­fen hat.


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Entwürfe zum Asylbewerberleistungsgesetz halten Menschen in unwürdigen Lebensumständen

Es gibt, wie ich am 23. Juli in der Süd­deutschen Zeitung gele­sen habe, zwei neue Entwürfe zum Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz. Das Bun­desver­fas­sungs­gericht hatte vor zwei Jahren das bish­erige Gesetz gekippt, da es keine nachvol­lziehbaren Gründe gibt, warum das Exis­tenzmin­i­mum für Flüchtlinge anders berech­net wer­den sollte, als das für andere Men­schen. Die Men­schen­würde dürfe, so das Bun­desver­fas­sungs­gericht, nicht „migra­tionspoli­tisch rel­a­tiviert werden“.

Anstatt die Sit­u­a­tion der Asyl­be­wer­ber aber, wie vom Bun­desver­fas­sungs­gericht gefordert, zu verbessern, wird das neue Gesetz laut SZ-Recherche, sollte es in seiner derzeit­i­gen Fas­sung in Kraft treten, die Leben­sum­stände gedulde­ter Flüchtlinge weiter ver­schlechtern. Wie das funk­tion­iert und und vor allem auch, was das zum Beispiel für geduldete Flüchtlinge im Einzel­nen bedeutet, wird in dem SZ-Artikel „Leben unter dem Exis­tenzmin­i­mum” beschrieben. Wenn man das liest, wird einem ganz anders. Ein Beispiel aus dem SZ-Artikel: Weit­er­lesen →