Denkschablone

Austausch über aktuelle Themen der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften

Veranstaltungen

Meine ganz per­sön­liche Zusam­men­stel­lung inter­es­san­ter Ver­anstal­tun­gen, Vorträge, Diskus­sion­srun­den, Filme, Sem­i­nare und Work­shops. Einige davon werde ich hof­fentlich selbst besuchen kön­nen und dann auf Denksch­ablone darüber berichten, einige der Sem­i­nare sind auch meine eige­nen Sem­i­nare und ich freue mich natür­lich über zahlre­iche Anm­le­dun­gen bzw. Anfra­gen für Koop­er­a­tio­nen oder gemein­same Pro­jekte.

Sep­tem­ber

Recht auf Raum: Göz­dağı – Die Blendung

Das w3 — Werk­statt für inter­na­tionale Kul­tur und Poli­tik zeigt am Dien­stag, 23. Sep­tem­ber um 19:30 Uhr einen Doku­men­tar­ilm von 2014 mit dem Titel Recht auf Raum: Göz­dağı – Die Blendung vom Regis­seur Can Dün­dar. Der Film han­delt von der Gezi-Bewegung im Früh­som­mer des Jahres 2013. Damals wurde aus dem Protest einer Hand­voll Parkschützer_innen ein Massen­protest gegen die Regierung Erdo­gans, dem mit mas­siver Polizeige­walt begeg­net wurde. Can Dün­dar war mit seinem Kam­er­ateam von Anfang an vor Ort. In seinem Doku­men­tarfilm lässt er sechs junge Män­ner zu Wort kom­men. Sie erzählen darin, warum sie bei den Protesten dabei waren, was sie erlebten haben und wie ihnen ein Auge genom­men wurde. Die aufwüh­lende eigene Auf­nah­men erweit­ert Dün­dar um Medi­en­mel­dun­gen, Twit­ter­nachrichten, Handyvideos, Tele­fon­mitschnit­ten und Graf­fiti. Im Anschluss an den Film folgt eine Diskus­sion mit Sabine Adatepe über die Zeit nach dem Gezi-Protest. (Ent­nom­men aus dem aktuellen w3-Programm.)

Nach bestem Wis­sen und Gewis­sen? Ras­sis­mus in Text und Bild­sprache in der entwick­lungspoli­tis­chen Öffentlichkeitsarbeit

Am Fre­itag, den 26. Sep­tem­ber, bietet Jas­mine Rouamba, AntiBias-Trainerin und Sozi­olo­gin am w3 — Werk­statt für Inter­na­tionale Kul­tur und Poli­tik einen Work­shop zum Thema Nach bestem Wis­sen und Gewis­sen? Ras­sis­mus in Text und Bild­sprache in der entwick­lungspoli­tis­chen Öffentlichkeit­sar­beit. Jas­mine Rouamba greift darin das Dilemma auf, dass es zwar “Ziel der glob­alen Bil­dungsar­beit und der entwick­lungspoli­tis­chen Pro­jek­tar­beit ist (…) auf beste­hende Ungle­ich­heiten aufmerk­sam zu machen und diese zu kri­tisieren. Doch greifen ger­ade Spenden­wer­bung, Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen und Pub­lika­tio­nen aus diesem The­men­bere­ich häu­fig auf Bilder und Begrif­flichkeiten zurück, die Stereo­type repro­duzieren und ihren Ursprung in Wis­sen haben, das durch ras­sis­tis­che Struk­turen geprägt wurde.” Ziel des Work­shops ist es, zu reflek­tieren, “um welche Bilder und Begrif­flichkeiten es sich dabei han­delt, wie sie zusam­men wirken und welches Wis­sen und welche Muster ihnen zugrunde liegen.” Ferner wird die Frage behan­delt, “wie eine prak­tis­che Umset­zung der erar­beit­eten Ergeb­nisse ausse­hen kön­nte, um möglichst vorurteils­be­wusste, aufmerk­samkeitsstarke und all­ge­mein ver­ständliche Bilder und Texte zu pro­duzieren.” Das w3 bit­tet um eine Anmel­dung bis zum 18. Sep­tem­ber. (Ent­nom­men aus dem aktuellen w3-Programm.)

Okto­ber

Vom Recht auf Selb­st­bes­tim­mung: Sexar­beit und Migration

Welche Kon­se­quen­zen hat dieser EU-Empfehlung zur Krim­i­nal­isierung der Sexar beiter_innen und ihre Migra­tionsentschei­dun­gen? Worin sehen sie selbst die Beweg­gründe für ihre Migra­tion in die Sexar­beit? Inwiefern erleben sie sich selbst als hand­lungs­fähig und welche Möglichkeiten der Unter­stützung existieren?” Diese und andere Fra­gen disku­tieren Johanna Weber (Sexar­bei­t­erin, Berufsver­band ero­tis­che und sex­uelle Dien­stleis­tun­gen), Veron­ica Munk (Koor­di­na­tion der Pro­jekte Tam­pep und Indoors), Tanja Chawla (HAW Ham­burg), Katha­rina (Erotik-Masseurin mit Migra­tions­geschichte) Am Don­ner­stag den 23. Okto­ber im w3 — Werk­statt für Inter­na­tionale Kul­tur und Poli­tik.

Migrant_innen, die in der Sexar­beit tätig sind, wird oft unter­stellt, dass sie unfrei­willig oder gar unter Zwang in dieses Milieu gelangt sind. Eine selb­ständige und frei­willige Entschei­dung wird ihnen ebenso aberkannt wie die eigene Hand­lungs­fähigkeit.” Es ist — so der Ankündi­gung­s­text vom w3 — ins­beson­dere dem Online-Appell von Alice Schwarzer gemein­sam mit der EMMA Ende 2013 zuzuschreiben,  dass eine undif­feren­zierte Diskus­sion über Sexar­beit ange­heizt wurde, in der alle Sexarbeiter_innen zu „Zwang­spros­ti­tu­ierten“ stig­ma­tisiert wur­den. (Ent­nom­men aus dem aktuellen w3-Programm.)

Da mich die Argu­men­ta­tion von Alice Schwarzer und der Emma sein­erzeit aus­re­ichend überzeugt hat, dass ich den Appell unterze­ich­net habe, bin ich sehr ges­pannt auf diese Ver­anstal­tung. Gle­ichzeitig blicke ich ihr mit Sorge ent­ge­gen, vielle­icht vor­eilig unterze­ich­net zu haben.

Novem­ber

Bil­dung­surlaub “Gelebte Demokratie”

Vom 17.11.14 — 21.11.14 gebe ich an der VHS Ham­burg einen Bil­dung­surlaub zum Thema “Gelebte Demokratie.” Wir alle wollen in einer Demokratie leben. Aber leben wir die Demokratie? Wer trifft wie die Entschei­dun­gen und Absprachen in unserem Berufs– und All­t­agsleben? Sind alle gle­ich­berechtigt daran beteiligt? Ger­ade Fam­i­lie und Beruf­sleben gel­ten häu­fig als nicht geeignet für demokratis­che Entschei­dungsstruk­turen. Dabei brauchen ger­ade die Bere­iche, in denen Men­schen mit unter­schiedlichen Machtres­sourcen aufeinan­dertr­e­f­fen, ein Miteinan­der, das von demokratis­chen Werten geprägt ist. Anhand ver­schiedener prak­tis­cher Übun­gen erproben und reflek­tieren wir, wie Demokratie in Beruf, Fam­i­lie und All­tag aktiv gelebt wer­den kann.

Inhalte u. a.: Macht, Mitbes­tim­mung, demokratis­che Kom­mu­nika­tion, Wertschätzung, Mehrheit — Min­der­heit, gle­iche Rechte — gle­iche Chancen?

Anmel­dung über VHS Ham­burg.

2015

März

Engagiert Euch!

Sie haben Lust sich sozial oder poli­tisch zu engagieren, Ihnen fehlt aber der Anknüp­fungspunkt oder auch die Zeit? Dann sind Sie in meinem für den 13. und 14. März 2015 geplanten Kurs an der VHS Ham­burg richtig. Es muss ja nicht immer der „große Wurf“ sein, denn auch mit ver­meintlich kleinen Aktio­nen lässt sich einiges bewe­gen. In diesem Kurs bekom­men Sie einem Überblick an Möglichkeiten zum Engage­ment im Stadt­teil Har­burg, in Ham­burg und darüber hin­aus. Es wer­den gemein­sam Ideen erar­beitet, sich trotz geringer Ressourcen in den Feldern zu engagieren, die Ihnen wichtig sind. Sie kön­nen bei Inter­esse auch selbst – mehr oder weniger – konkrete Vorschläge mit­brin­gen. Den endgülti­gen Titel im Pro­grammheft der VHS werde ich an dieser Stelle rechtzeitig bekannt geben.

April

Bil­dung­surlaub — Leben in der Einwanderungsgesellschaft

Für die Zeit vom 17.-24.4.2015 plane ich gemein­sam mit der VHS Ham­burg einen Bil­dung­surlaub zum Thema Leben in der Ein­wan­derungs­ge­sellschaft. Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum Kurs fol­gen in Kürze.

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